Behörden & Auflagen
Wann ist eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr bei Veranstaltungen vorgeschrieben?
Kurzantwort
Eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr Hamburg ist in der Regel für Veranstaltungen vorgeschrieben, bei denen besondere Brandgefahren bestehen: Theater- und Bühnenaufführungen, Veranstaltungen mit Pyrotechnik, Zeltveranstaltungen und bestimmte Indoor-Events. Sie wird auf Kosten des Veranstalters gestellt.
## Brandsicherheitswache der Feuerwehr Hamburg
### Rechtliche Grundlage
Die Pflicht zur Brandsicherheitswache ergibt sich aus § 28 HmbVStättVO sowie ergänzenden Auflagen der Feuerwehr Hamburg im Einzelfall.
### Wann ist sie Pflicht?
**In der Regel erforderlich bei:**
- Theateraufführungen, Bühnenproduktionen mit Bühnenbildaufbauten
- Pyrotechnik (Feuerwerk, Bühnenpyrotechnik)
- Großveranstaltungen in Zelten ab bestimmter Größe
- Veranstaltungen in versammlungsstättenpflichtigen Räumen
- Bei Brandrisiken durch besondere technische Anlagen
### Was macht die Brandsicherheitswache?
- Überwachung der Fluchtwege und Brandschutzanlagen
- Überwachung der Pyrotechnik oder offenen Flammen
- Sofortmaßnahmen bei Brandentstehung
- Koordination mit Feuerwehrleitstelle
### Kosten
Die Brandsicherheitswache wird von der Feuerwehr Hamburg auf Kosten des Veranstalters gestellt. Die Gebühren sind im Gebührenrahmen der Feuerwehr geregelt. Für einen 4-stündigen Einsatz rechnen Sie mit ca. 400–800 Euro.
### Ablauf
1. Antrag auf Brandsicherheitswache beim Einsatzdienst der Feuerwehr stellen
2. Frühzeitig (mind. 4 Wochen vorher) anfragen
3. Veranstaltungsplan und Gelände der Feuerwehr vorstellen
4. Abstimmung zwischen Sanitätsdienst und Brandsicherheitswache
Praktische Hinweise
**Zusammenarbeit Sanitätsdienst und Brandsicherheitswache:**
1. Gemeinsames Briefing mit Feuerwehr und Sanitätsdienst vor der Veranstaltung
2. Kommunikationswege zwischen beiden Diensten definieren
3. Klare Aufgabenverteilung bei Notfällen festlegen
4. TEN® SEG koordiniert regelmäßig mit der Brandsicherheitswache Hamburg
Dieser Artikel dient der fachlichen Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Fachberatung.