Methoden der Risikoidentifikation
- Checklistenbasierte Verfahren: Vordefinierte Kataloge aus DGUV 215-310, vfdb 09/01 oder eigenen Erfahrungswerten.
- Brainstorming im Team: Multidisziplinäres Team sammelt strukturiert Gefahren.
- Szenariotechnik: Realistische Ereignisketten werden durchgespielt.
- HAZOP: Systematisches Durchgehen von Abweichungen von der Norm.
- Ortsbegehung und Lageplanauswertung: Physische Inspektion mit Blick auf Rettungswege und Engstellen.
- Auswertung vergangener Ereignisse: Eigene Vorfallberichte, Nahmiss-Meldungen, Fachliteratur.
Kategorien, die abgedeckt werden sollten
Eine vollständige Identifikation berücksichtigt medizinische Lagen, Wetter- und Umweltrisiken, Crowd- und Gedrängerisiken, technische und infrastrukturelle Ausfälle, personenbezogene Gewalt- und Kriminalitätsrisiken, rechtliche Risiken sowie Reputationsrisiken.
Ergebnis: das Risikoinventar
Am Ende der Identifikationsphase steht ein Risikoinventar — die Eingangsgröße für die anschließende Risikoanalyse.
Quellen & Regelwerke
- IEC 31010:2019 — Risk Management — Risk Assessment Techniques
- ISO 31000:2018 — Risikomanagement — Leitlinien (Internationale Organisation für Normung)
- DGUV Information 215-310 „Sicherheit bei Veranstaltungen und Produktionen"
- vfdb-Richtlinie 09/01 „Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen"
- BBK — Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz