Aufbau der Risikomatrix
Die typische Matrix zeigt auf der x-Achse die Eintrittswahrscheinlichkeit und auf der y-Achse die Auswirkung.
Die Anzahl der Skalenstufen (3×3, 4×4, 5×5) hängt vom benötigten Differenzierungsgrad ab.
Definitionen der Skalenstufen
Damit die Matrix reproduzierbar wird, brauchen die Skalenstufen klare Definitionen.
Typische Fehler bei der Anwendung
- Ungleiche Zellabstände: Nicht-lineare Klassen werden falsch dargestellt.
- Fehlende Definitionen: Ohne scharfe Definitionen keine belastbaren Ergebnisse.
- Aggregation ohne Kontext: Mehrere kleine Risiken können zusammen groß sein.
- Scheingenauigkeit: 5×5-Matrizen verleiten zu feinerer Beurteilung als möglich.
Grenzen der Risikomatrix
Die Risikomatrix ist ein Kommunikationswerkzeug. Sie ersetzt weder die Analyse noch die Ableitung konkreter Maßnahmen.
Quellen & Regelwerke
- IEC 31010:2019 — Risk Management — Risk Assessment Techniques
- ISO 31000:2018 — Risikomanagement — Leitlinien (Internationale Organisation für Normung)
- DGUV Information 215-310 „Sicherheit bei Veranstaltungen und Produktionen"
- Cox, L.A. (2008): What's Wrong with Risk Matrices? — Risk Analysis, Vol. 28, No. 2